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1988

Interview mit Sportlehrer und Wasserballer Peter Oleszak 

Herr Oleszak, Sie haben mir ja bereits in unserem ersten Vorgespräch erzählt, dass Sie sehr viel Zeit im Stadtbad verbracht haben. Was waren denn die Anlässe dafür?

 

Peter Oleszak: Als Jugendlicher, junger Mann war ich für mein Wasserballtraining im Stadtbad. Später habe ich dann auch Schüler dort unterrichtet. Insgesamt habe ich einfach damals mein Leben im Stadtbad verbracht.

 

 

Wie war das Stadtbad denn aus der Sicht eines Wasserballspielers?

 

Oleszak: Ich war im Schwimmverein Blau-Weiß Bochum e. V. und wir haben im Winter eben im Stadtbad trainiert, denn damals gab es die Traglufthalle über dem Schwimmbad im Wiesental noch nicht. Und da haben wir halt als Schüler und Jugendliche unsere Zeit verbracht. Wir waren im Schwimmbad. Da habe ich auch meine jetzige Frau kennengelernt oder mit meinen Freunden dort gesessen. Das war das, was ich gemacht habe.

 

 

Kommen wir zu der Lehrersicht: War denn das Stadtbad ein guter Unterrichtsort?

 

Oleszak: Das war natürlich optimal. Wir sind vom damaligen Ostring-Standort fünf Minuten zum Stadtbad gegangen und hatten dann jede Menge Bahnen zur Verfügung. Wir konnten dann natürlich entsprechend Unterricht machen: Trainieren, Tauchen, Wasserball spielen oder

alle möglichen Sachen. 

Und ich habe ja in Bochum gewohnt, ich bin Jahrgang 1952 und hab dann im Grunde miterlebt, wie das Ganze gewachsen ist.

 

 

Sie haben ja eben schon gesagt, dass Sie Ihre Frau über das Schwimmen und über das Stadtbad kennengelernt haben.

 

Oleszak: Ja genau. Mein ganzer Freundeskreis war im Grunde genommen im Stadtbad Bochum und im Blau-Weiß. Wenn wir montags abends nach dem Training nach Hause gegangen sind, dann sind wir vorher noch in das Bermuda3eck gegangen, wo es auch damals schon eine große Pommessbude gab, haben uns dann irgendwo noch eine Cola geholt und Pommes gegessen.

Das gehörte alles dazu. 

Es gab dann ja auch die Schwimmer vom Blau-Weiß wie den Herrn Holthaus zum Beispiel. Der war ja auch Schwimmer und später Wasserballspieler und die haben im Stadtbad trainiert. Die sind dann zu den Olympischen Spielen gefahren. Blau-Weiß, das Schwimmbad im Wiesental, und das Stadtbad waren sozusagen eine Art Einheit. 

 

 

Dann kann man ja sagen, dass für Sie das Stadtbad mehr als nur ein Hallenbad war. 

 

Oleszak: Ja, das war ein Bochumer Zentrum für alle möglichen Leute. Das gehörte zu Bochum dazu. Obwohl wir gegen die Schließung des Stadbads gekämpft haben, wurde es dann trotzdem geschlossen. Das Stadtbad Bochum war wirklich eine Bochumer Institution, nicht zuletzt, weil da auch Wettkämpfe stattgefunden haben. 

 

 

Und dann noch eine letzte Frage: Wenn Sie sich an das Stadtbad erinnern, was ist dann Ihr erster Gedanke?

 

Oleszak: Heimat. 

Jugend und Heimat. 

Der oben stehende Text ist:

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Ein Interview mit Sportlehrer und

Wasserballer Peter Oleszak

Interview: Alexander Lueg